Mehrblütige rote Sonnenblume

… die ist gerade das Highlight auf unserem August-Balkon. Ich hatte eine Sonnenblumenmischung von Dreschflegel ausgesäat und in vielen Töpfen sind Sonnenblumen hochgeschossen. Sie blühen zwischen Cosmea, Kornblumen, Kap-Ringelblume, Wucherblume und Goldrute, dazwischen ranken Prunkwinden. Sonnenblumen haben wir jede Saison auf dem Balkon, auch wegen der Stieglitze, die unseren Balkon gerne besuchen und sich über die reifen Sonnenblumenkerne hermachen.

 

  


Der siebte Birnensommer

Wir haben unsere Parzelle 2009 im September übernommen. Bei der ersten Begehung im August durften wir ein paar Birnen und Pflaumen ernten und waren voller Vorfreude auf unsere eigene Ernte. 

Leider gab es 2010 fast keine Birnen und 2011 war der Baum so dicht, daß es nur ganz kleine Birnen gab, die allesamt die Vögel fraßen. Erst nach einem gründlichen Auslichtungsschnitt von Helmar konnten wir 2012 unsere leckeren Wiliams Christ Birnen ernten und waren mega stolz. 

2016 ist bis jetzt unser bestes Birnenjahr. Das Wetter war sehr gut, der Regen war ausreichend, ich hatte im Herbst die Baumscheiben gepflegt und Kompost als Dünger gegeben. Im Winter hatten wir den Baum geschnitten: dünne Äste und Triebe ausgelichtet an den unteren und mittleren Ästen, aber nicht übertrieben … Die Birnen sind groß wie nie, lecker und zahlreich. 

Eigentlich sollten wir ein Schnitt-Tagebuch für jeden Baum anlegen, mit vorher- nachher Fotos und Ernteresultat. Der Kirschbaum z.B. ist eigentlich sehr krank, trägt aber jedes Jahr mehr leckere Früchte Helmars Schnittmaßnahmen taten ihm richtig gut. Bei den Apfelbäumen ist es ähnlich. Die Goldparmäne hatte 2011 ganze 4! wurmstichige Äpfel und jetzt hängt der Baum dermaßen voll … Ich glaube, wir haben ein gutes Händchen und die Bäume danken es uns.

   


Birnenwochen

Es ist Hochsaison in unserem Obstgarten. Letzte Woche gabs dicke Pflaumen, die ersten Äpfel und ab jetzt gibt es erstmal wieder richtig viele Birnen. Uta und ich sammeln täglich das Fallobst ein, sortieren, verarbeiten und verschenken … keine Birne ist bei uns umsonst gewachsen. Wir unterscheiden zwischen Kompost-Birnen (klein, halb vergammelt), Schnippel-Birnen (bißchen angepickt, angefault, verwurmt), Warte-Birnen (grün, hart, reifen nach) und Verschenke-Birnen (unversehrt, mittelreif). Wir lagern Birnen auf dem Balkon und im Kühlschrank. Ich backe alle 2 Tage Kuchen fürs Büro und am Wochenende für die Gartengäste. Wir essen Birnen beim Schnippeln, im Kuchen, zum Frühstück, im Salat, als Mus, und gekocht. Es ist wirklich ein Fest und wir freuen uns ehrlich, daß wir einen so produktiven Baum besitzen. ;) 


Lecker: Green Bell Pepper

Gestern gabs die erste reife Balkontomate zum Frühstück. Die güne paprikaförmige Tomate schmeckte weich und fruchtig, ähnlich wie ‚Green Zebra‘, eine meiner Lieblings Tomaten. Dieses Jahr gibt es wohl keine Tomatenschwemme auf meinem Balkon, ich habe nur 7 Pflanzen und eine sehr überschaubare Anzahl an eher großen Früchten. Irgendwie hab ich in dieser Saison die kleinen Naschtomaten vergessen … 


CherryDays II

Heute war ein perfekter Sommertag: 27 Grad, teilweise bedeckt, Wind. Uta und ich trafen uns um 11 im Schwimmbad in der Seestraße. Es war wenig los und wir konnten unsere ca. 2 km gemütlich abschwimmen. Wir wollten gar nicht mehr aus dem Wasser … Da heute auch wieder Kirschen gepflückt werden mußten verabredeten wir uns zum Kaffee trinken im Pankegarten. Spontan entschieden wir uns Sauerkirschenknödel auszuprobieren.

Nach diesem (Zwetschegenknödel-) Rezept:

150g Gries, 375g Magerquark, 1Ei, Prise Salz, 2 Päckchen Vanillezucker verrühren. Den Gries-Quarkteig mindestens 20 min ziehen lassen. Frischgepflückte ganze (!)  Zwetschgen oder eben Sauerkirschen mit dem klebrigen Teig ummanteln, in kochendes Wasser legen und 10-20min sieden lassen. Mit Zimt-Zucker bestreuseln. Lecker! 

Wir deckten unseren Kaffetisch unterm Kirschbaum und aßen Sauerkirschknödel umgeben von tiefhängenden kirschenbehangenen Zweigen … wie in einem hübschen Pavillon.

  


CherryDays

Unsere Sauerkirschen sind reif. Seit einer Woche läuft die Marmeladenproduktion. Uta hat schon 8 Kilo eingekocht. Heute pflückten wir 6 Kilo und der Baum hängt immer noch halb voll. Mit meinen 3 Kilo war ich dann den ganzen Abend beschäftigt: entsteinen beim Spielfim gucken, aufkochem, Gläser waschen, abfüllen … Aber es lohnt sich. Die Marmelade ist oberlecker und immer heiss begehrt!


Herztomaten

Sie wachsen! Auf dem Balkon kann ich die Formen meiner Tomaten schon gut erkennen: die herzförmigen Fleischtomaten der Sorte Téton de Venus, die meine Mutter aus den Samen der letzten Saison gezogen hat, die paprikaförmige Green Bell Pepper und die beutelförmige Japonskij Trüffel, die mir ein Freund vom Pflanzenmarkt aus Dahlem mitgebracht hat und meine Lieblinge, die knubbeligen wuchsfreudigen Reisetomaten. ‚Normale‘ Tomaten gibt es diese Saison bei mir nicht …


Mut zur Wildnis

Am Wochenende waren wir in Süddeutschland, genauer gesagt in Tübingen. Der Neckar führt Hochwasser, die Vegetation ist extrem üppig von den hohen Niederschlägen der letzten Monate.
Wir waren zu Kaffee und Kuchen in einen Garten am Hang des Österbergs eingeladen. Die ‚grüne Hölle‘, wie Freunde der Besitzer den ‚wald‘-gewordenen Garten nennen ist ein Paradies für Wildtiere: Spechte haben ihre Höhlen in die Bäume gehämmert. Marder, Siebenschläfer, Fuchs und Dachs fühlen sich hier wohl. Einerseits überfiel mich beim Anblick des verwilderten Grundstücks gärtnerischer Tatendrang: ich war kurz davor, eine Baumschere zu verlangen und mich über die Apfelbäume herzumachen. Andererseits bewunderte ich die Besitzer für ihre Gelassenheit und ihren Mut hier wenig einzugreifen. Klar muss nach einem Sturm ab und zu etwas geräumt werden und natürlich will man den alten Gravensteiner Apfelbaum erhalten. Auch wurden die hohen Bäume, darunter ein schöner alter Mamutbaum, kürzlich noch von einem Profi begutachtet.
Leider löst der Anblick eines ‚verwilderten‘ Gartens bei vielen Menschen immer noch Unverständnis aus, dabei ist diese lebendige Natur um einiges erstrebenswerter als tot gepflegte Mustergärten oder leblose Steingärten.
  


Kraut und Braunfäule …

Wir in Berlin sind gerade nicht davon betroffen, aber im Süden Deutschlands wütet die Braunfäule. In der Pfalz z.B., wo die wohlschmeckenden Kartoffen wachsen, hat es im Frühling unheimlich fiel geregnet. Die meißten Gärtner können ihre Kartoffel- und Tomatenpflanzen für diese Saison abschreiben. Sie wurden jetzt schon von der Braunfäule dahingerafft. Den Bauern wird in der Region empfohlen öfter als 1 x wöchentlich Fungizide zu spritzen.

Für die nächste Saison gibt es hier Tipps von Lilatomate.

Oberstes Gebot: Mehr Abstand! 70 cm in den Reihen, 1m zwischen den Reihen. Nice-to-have: Regenschutz und Spalier … oder nur noch braunfäuleresistente Sorten anbauen.

Ich hoffe das Klima bleibt in Berlin so tomatenfreundlich. In den letzten Jahren hatten wir glücklicherweise keine Braunfäuleschäden.

Quelle:www.isip.de

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Langbeinige Feldwespe

Vor dem Frühstück mache ich gerne eine Runde auf dem Balkon um zu gießen und zu sehen wie alles gewachsen ist. Ich sitze in der Sonne und beobachte das kleine Biotop. Die Ameisen, die ihre Blattlauskollonien am Borretsch pflegen und auf einer Art Autobahn zwischen den Hochbeeten hin und her eilen. Die Hummeln und Bienen, die die blauen Borretschblüten lieber anfliegen als die gelben Tomatenblüten. Immer wieder kommt auch eine hübsche langbeinige Feldwespe in typisch torkelndem Flug vorbei. Sie fliegt den Asiasalat an und nascht kleine grüne Raupen, wenn diese sich nicht gerade abseilen oder als Microzweig tarnen …  


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