Die kleine Toskana

Heute war ich mit meinen Eltern an der deutschen Weinstraße spazieren. Die sanften Hügel, der Wein, die bewaldeten Berge erinnern hier und da an die Toskana. Des öfteren werden hier jetzt auch schon Zypressen in Alleen gepflanzt … Wir sind zwischen Frankenweiler, Bad Gleisweiler und Burweiler am Haardrand entlang gewandert, vorbei an imposanten Mamutbäumen (im Park der Klinik in Bad Gleisweiler), der wohl ältesten Edelkastanie (ebenfalls Bad Gleisweiler), durch beschauliche Gassen, über einen Kreuzweg nach oben auf den Teufelsberg (597m) zur Annakapelle und wieder runter ins Modenbachtal. Dort im Weingut Burrweiler Mühle, saßen wir idyllisch im Garten vor den Weinterassen und aßen Pfälzer Speziälitäten: mit Ziegenkäse überbackene Feigen, Wildschweinleberknödel, neuer Wein. Paradisisch!

Gestern habe ich mit Freunden eine ähnliche kleine Tour gemacht. Da gings von Schweigen, wo das deutsche Weintor steht, nach Wissembourg/Frankreich. Das ist ein ca 1km weiter Katzensprung durch die Weinreben. In Weissenburg flanierten wir wie die Touristen, besichtigten die Kirche, grüßten mit ‚Bonjour‘ und stimmten uns schonmal auf unseren anstehenden Urlaub in der Bretagne ein … Wir tranken Kaffee in Frankreich und aßen original Elsässer Apfelkuchen, zurück in Schweigen gabs Pfälzer Spezialitäten und Weinschorle. Ein Hoch auf die Pamina-Region! (Südpfalz/Baden/Elsass)


Pfälzer Radtour

Die geht so: Sonne scheint, spontan steigen wir aufs Rad, ohne Proviant und ohne Mittagessen. Die Fahrrad-Karte hab ich auch zuhause vergessen. Egal, der Weg von Kandel nach Bad Bergzabern ist super ausgeschildert und führt auf einem Hügelkamm durch die Weinberge. Die Reben hängen voll und hier und da wird genascht an Riesling, Spätburgunder, Müller-Turgau … am leckersten sind aber die dunklen Trauben, höchstwarscheinlich werden die zu Blauer Portugieser oder Dornfelder verarbeitet … 

Die Weinlese ist in vollem Gange, einige Vollernter rauschten durch die Reben oder sausten an uns vorbei. In den letzten Jahren hat sich die Kirschessigfliege hier sehr verbreitet. Teilweise werden die Trauben jetzt früher geerntet, bevor die Fliege die Ernte zunichte machen kann.

Im Schneckentempo fuhren wir die 20 km nach Bad Bergzabern und kehrten gleich in der Bahnhofswirtschaft ein. Es gab Pfälzer Zwiebelkuchen und neuen Wein, stilecht im Dubbeschoppe (500ml). Der Federweisser hatte schon ordendlich Alkohol und wir fuhren beschwingt über die hübschen Dörfer zurück bis zum Sonnenuntergang … Schee wars! 


Schnipp-Schnapp

In der Pfalz, im Garten meiner Eltern, gibt es immer was zu tun. Gleich heute morgen, an meinem ersten Urlaubstag durfte ich wieder mit anpacken. Unser alter Feigenbaum hat sich gestern verabschiedet. Ein Schnittfehler hat sich gerächt: in Bodennähe wurde ein Ast waagerecht abgeschnitten, der Wulst fing das Regenwasser auf und ließ Feuchtigkeit eindringen. Der Stamm ist komplett verfault und der Baum kippte unter der Last seiner Früchte gestern einfach um, ins Staudenbeet.

Optisch ist das natürlich ein Verlußt, der Baum sah hübsch aus und lockte die Vögel an die Terasse. Zum Glück gibts junge Sprößlinge, die die Lücke schnell wieder auffüllen können.

Wir zerkleinerten zu dritt den Baum, warfen das Grünzeug auf den Kompost und die Äste zum Brennholz.

Meine Mutter kümmerte sich um den Kolateralschaden und pflanzte ein bißchen um. Ich inspizierte die anderen Obstbäume, befreite die Quitte von faulen Früchten, sammelte Äpfel ein für Apfelmus, und naschte Himbeeren.

Glücklicherweise wächst weiter hinten im Garten ein zweiter  Feigenbaum. An leckeren Früchten wird es so schnell keinen Mangel geben …


In Finkenwerder

Gestern habe ich Freunde in einer Kleingartenkollonie in Hamburg Finkenwerder besucht. Der Stadtteil südlich der Elbe gehört zum ‚Alten Land‘ das bekannt ist für seine Apfelplantagen. Fast 500 Parzellen gibt es hier … ich bin direkt in den Hyazynthenweg zu Thorstens gelber Hütte. Gute Freunde haben Thorsten die kleine Parzelle mit dem ‚Posthäuschen‘ vermittelt. Ihre hübschen Parzelle liegt genau gegenüber.

Nach einem gemütlichen Kaffeeklatsch bei herrlichem Spätsommerwetter gings los mit Parzellenbegehung und Fachgesprächen … Thorsten hat in seinem ersten Gartenjahr schon richtig viel geschafft! Er hat massenhaft ‚eingezwiebelt‘, seine Obstbäumchen erzogen,  um- und eingepflanzt und geerntet. Die coolste Idee fand ich den Fugenthymian. Zuerst hatte ich mich über das ‚Unkraut‘ auf der Terasse gewundert, später hat Thorsten mir erzählt, dass er den trittfesten Thymian extra eingesäat hat. Der ideale Standort: die Waschbettonplatten heizen sich gut auf und sorgen für mediterane Bedingungen, Abends duftet es herrlich würzig!

Im Nachbargarten bei Natascha und Philipp gab es auch viel zu sehen. Sie sind schon 3 Jahre hier und haben schon richtig viel gebaut. Hochbeete, Terassenüberdachung, offene Werkstatt, Gewächshaus … Ich war beeindruckt. Das coole Hochbeetsystem aus Palettenwänden werde ich auf alle Fälle noch in diesem Herbst bei uns ausprobieren …


Spätsommerbalkon

Das Wetter ist weiterhin perfekt: Sonne, mildes Licht, laue Abende. Heute wird es wieder 27 Grad in Berlin. Unser Balkon steht in voller Spätsommerblüte: komplett zugewachsen mit Sonnenblumen, Cosmea, Goldrute und Trichterwinden … es ist kaum noch ein durchkommen ☺️.


Mehrblütige rote Sonnenblume

… die ist gerade das Highlight auf unserem August-Balkon. Ich hatte eine Sonnenblumenmischung von Dreschflegel ausgesäat und in vielen Töpfen sind Sonnenblumen hochgeschossen. Sie blühen zwischen Cosmea, Kornblumen, Kap-Ringelblume, Wucherblume und Goldrute, dazwischen ranken Prunkwinden. Sonnenblumen haben wir jede Saison auf dem Balkon, auch wegen der Stieglitze, die unseren Balkon gerne besuchen und sich über die reifen Sonnenblumenkerne hermachen.

 

  


Der siebte Birnensommer

Wir haben unsere Parzelle 2009 im September übernommen. Bei der ersten Begehung im August durften wir ein paar Birnen und Pflaumen ernten und waren voller Vorfreude auf unsere eigene Ernte. 

Leider gab es 2010 fast keine Birnen und 2011 war der Baum so dicht, daß es nur ganz kleine Birnen gab, die allesamt die Vögel fraßen. Erst nach einem gründlichen Auslichtungsschnitt von Helmar konnten wir 2012 unsere leckeren Wiliams Christ Birnen ernten und waren mega stolz. 

2016 ist bis jetzt unser bestes Birnenjahr. Das Wetter war sehr gut, der Regen war ausreichend, ich hatte im Herbst die Baumscheiben gepflegt und Kompost als Dünger gegeben. Im Winter hatten wir den Baum geschnitten: dünne Äste und Triebe ausgelichtet an den unteren und mittleren Ästen, aber nicht übertrieben … Die Birnen sind groß wie nie, lecker und zahlreich. 

Eigentlich sollten wir ein Schnitt-Tagebuch für jeden Baum anlegen, mit vorher- nachher Fotos und Ernteresultat. Der Kirschbaum z.B. ist eigentlich sehr krank, trägt aber jedes Jahr mehr leckere Früchte Helmars Schnittmaßnahmen taten ihm richtig gut. Bei den Apfelbäumen ist es ähnlich. Die Goldparmäne hatte 2011 ganze 4! wurmstichige Äpfel und jetzt hängt der Baum dermaßen voll … Ich glaube, wir haben ein gutes Händchen und die Bäume danken es uns.

   


Birnenwochen

Es ist Hochsaison in unserem Obstgarten. Letzte Woche gabs dicke Pflaumen, die ersten Äpfel und ab jetzt gibt es erstmal wieder richtig viele Birnen. Uta und ich sammeln täglich das Fallobst ein, sortieren, verarbeiten und verschenken … keine Birne ist bei uns umsonst gewachsen. Wir unterscheiden zwischen Kompost-Birnen (klein, halb vergammelt), Schnippel-Birnen (bißchen angepickt, angefault, verwurmt), Warte-Birnen (grün, hart, reifen nach) und Verschenke-Birnen (unversehrt, mittelreif). Wir lagern Birnen auf dem Balkon und im Kühlschrank. Ich backe alle 2 Tage Kuchen fürs Büro und am Wochenende für die Gartengäste. Wir essen Birnen beim Schnippeln, im Kuchen, zum Frühstück, im Salat, als Mus, und gekocht. Es ist wirklich ein Fest und wir freuen uns ehrlich, daß wir einen so produktiven Baum besitzen. ;) 


Lecker: Green Bell Pepper

Gestern gabs die erste reife Balkontomate zum Frühstück. Die güne paprikaförmige Tomate schmeckte weich und fruchtig, ähnlich wie ‚Green Zebra‘, eine meiner Lieblings Tomaten. Dieses Jahr gibt es wohl keine Tomatenschwemme auf meinem Balkon, ich habe nur 7 Pflanzen und eine sehr überschaubare Anzahl an eher großen Früchten. Irgendwie hab ich in dieser Saison die kleinen Naschtomaten vergessen … 


CherryDays II

Heute war ein perfekter Sommertag: 27 Grad, teilweise bedeckt, Wind. Uta und ich trafen uns um 11 im Schwimmbad in der Seestraße. Es war wenig los und wir konnten unsere ca. 2 km gemütlich abschwimmen. Wir wollten gar nicht mehr aus dem Wasser … Da heute auch wieder Kirschen gepflückt werden mußten verabredeten wir uns zum Kaffee trinken im Pankegarten. Spontan entschieden wir uns Sauerkirschknödel auszuprobieren.

Nach diesem (Zwetschegenknödel-) Rezept:

150g Gries, 375g Magerquark, 1Ei, Prise Salz, 2 Päckchen Vanillezucker verrühren. Den Gries-Quarkteig mindestens 20 min ziehen lassen. Frischgepflückte ganze (!)  Zwetschgen oder eben Sauerkirschen mit dem klebrigen Teig ummanteln, in kochendes Wasser legen und 10-20min sieden lassen. Mit Zimt-Zucker bestreuseln. Lecker!

Wir deckten unseren Kaffetisch unterm Kirschbaum und aßen Sauerkirschknödel umgeben von tiefhängenden kirschenbehangenen Zweigen … wie in einem hübschen Pavillon.


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