Sooo guuut!

Endlich ist es richtig warm und sonnig in Berlin. Die Winterjacken werden weggepackt, man sieht die ersten Menschen mit Shorts und oberkörperfrei (bei 18 Grad). Nicht nur die Menschen drehen hier durch, auch die Vögel. Scharen von Spatzen sammeln sich in den Gebüschen und streiten um die besten Plätze. Es zwitschert und kräht in allen Tönen und Lautstärken.

Ich bin froh, daß ich endlich wieder entspannt auf der Terasse und im Garten rumwerkeln kann. Am Samstag half mir mein Patenkind beim entrümpeln in der Parzelle. Ich möchte aus alten Fenstern ein kleines Treibhaus bauen. Die Fenster hatte Uta vor Jahren schon organisiert, sie standen leider seit dem Filmdreh (Pfingsten 2014?) draussen hinterm Haus und haben etwas an Lack und Kit gelitten.
Gestern habe ich im Buchsbaumbeet jejätet und 2 Kletterrosen geschnitten. Ein kühles Glas Cidre bei milder Abendsonne gabs zur Belohnung. Dank Zeitumstellung ist es jetzt bis weit nach 19:00 hell!


Frühlingsrumgewerkel

Unsere Terasse in der Mietwohnung war nicht mehr ganz dicht und wird gerade neu gefließt: mit soliden grauen Gehwegplatten (Argh)… Die Handwerker kamen um 7 Uhr heute morgen und machten gleich richtig Krach. Schade um die schönen alten Backsteinfließen, die machten ein gutes Mikroklima hier oben. Ein paar der Fließen habe ich gerettet und heute im Garten als Trittsteine verlegt. Jetzt läßt es sich viel besser im Beet aufräumen.

Ein großes Hochbeet vom Balkon habe ich in den Garten umgezogen, neu mit Erde und Kompost gefüllt und ein paar buntblühende Erbsen gesteckt.

Am Zaun blühen die hübschen Märzebecher, ein Passant hat mich gefragt ob er sie fotografieren darf. 🙂

  

  


Unser Charakterbaum

Heute schnippelten Uta und ich 3 Stunden am Birnbaum rum. Ich kletterte im Baum so hoch wie ich mich auf den morschen Ästen nach oben traute. (Ein Sicherheitsgut wär mal cool!) Uta schnitt von der Leiter aus. Die  große Allzweck-Leiter reicht leider nicht ganz bis nach oben. Wir konnten deshalb nicht alle Äste erreichen.

Gutes Werkzeug und anständige Leitern braucht man schon, sonst macht das kein Spaß. Unsere alte Holzleiter ist endgültig verottet, eine neue Leiter muß her!!! Totaler Luxus wäre eine Tiroler Steigtanne. Da hat man einen sehr guten Halt und die Höhe ist anpassbar. Leider ist die ziemlich teuer. Wir könnten aber mal in der Kollonie nachfragen, ob irgeneiner so ein Ding hat…

Uta und ich konnten unseren Birnbaum in der unteren Hälfte einigermaßen auslichten und machten Pläne für einen moderaten Kronen-Rückschnitt im nächsten Frühjahr. Ein paar abgeschnittene Zweige haben wir uns für die Vase mit nach Hause genommen.

Obere Reihe: vor dem Schnitt, untere Reihe : hinterher


Wildnis bei Lanke

Gestern machten wir eine Rund-Wanderung zwischen Lanke und Lobetal, nordöstlich von Berlin. (Eine 14-km lange Tour aus dem Rother Wanderführer)

Wir starteten beim Schloss Lanke und liefen durch den verwilderten Schlosspark, der ursprünglich von Lenné gestaltet wurde, zum Ufer des Hellsees. Hier und im angrenzenden Wald wird die Natur in Ruhe gelassen. Die Berliner Waldbaurichtlinie ist sehr naturnah …

Ein Auszug aus den Entwicklungs-Zielen:

Gesunde alte und absterbende Bäume sowie liegendes und stehendes Totholz sind als sogenanntes Biotopholz ein wichtiger Beitrag zur Förderung und Sicherung von Vorkommen gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. 5 bis 10 vitale Altbäume pro Hektar bleiben deshalb der natürlichen Entwicklung überlassen und bilden die Grundlage für ein flächen- und dauerhaftes Alt- und Biotopholzprogramm in den Berliner Wäldern. Um den Anteil an Totholz für die darauf angewiesenen Arten zu erhöhen, verbleibt liegendes und stehendes Totholz sowie Windbruch jeden Alters im Wald.

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Eine ausgehölte uralte Eiche steht an einer Badestelle am Ufer des Hellsees. Riesige Fichtenstämme liegen im Wasser, im abgestorbenen Holz sieht man kleine Höhlen von Insekten, wie der Holzbiene z.B.
Wir hörten Spechte und sichteten einen Buntspecht, 2 Kleiber, einen Raubvogel der über dem Biesentaler Becken seine Kreise zog und seinen markanten Ruf ertönen ließ … ( Leider hab ich nicht die geringste Ahnung um welchen Raub-Vogel es sich da handelte)  Später erspähten wir einen Kranich, (oder wars ’ne Wildgans) ganz weit oben. Nächstes Mal nehmen wir auf jeden Fall ein Fernglas mit!


Die Goldparmäne 

Es kostete etwas Überwindung heute, in den Garten zu fahren. Aber es war dann doch irgendwann trocken und 2, 3 mal blitzelte die Sonne raus. Die Vögel zwitscherten und es war im nachhinein auch richtig gut, so an der frischen Luft!

Wir nahmen uns die Goldparmäne vor. Ich turnte im Baum herum, Uta arbeitete von der Leiter. Es gab wie immer sehr viele Schosser und an einigen Stellen kamen wir gar nicht mehr gut ran. Wir entschieden uns die Krone etwas runter zu nehmen und dazu erst einmal 3 Äste einzukürzen. Da der Baum keinen guten Erziehungsschnitt bekommen hat und dazu neigt besenartig nach oben zu wachsen, versuchen wir jedes Jahr, die Form etwas zu verbessern. Die Krone wird langsam breiter, da es keine richtige Spitze gibt haben wir uns für eine buschartige Form mit mehreren Leitästen entschieden. 

Wir sind noch nicht ganz fertig geworden mit dem Baum, aber schon sehr zufrieden mit unserem Werk! 


S’geht los!

… in der Rheinebene zumindest. Meine Mutter schickte mir diese Woche Fotos der ersten Frühlingsblüher aus dem Pfälzer Garten, die mich neidisch werden ließen. Dort bühen massenhaft Elfenkrokusse, dicke Schneeglöckchenbüschel und die ersten vorwitzigen Winterlinge.

In Berlin hat es heute morgen ein gehagelt. Das Wetter ist zur Zeit wenig gartenfreundlich, dabei wollten wir im Pankegarten auch endlich mal die Obstbäume schneiden …  


Baumschnitt am Apfelbaum

Der Frühling kommt! … und das zuerst in Süddeutschland. Ich bin gerade ein paar Tage in der Pfalz. Bis zu 14 Grad soll es nächste Woche hier werden. Allerhöchste Zeit die Obstbäume zu schneiden.

Ich schaute mir mit meinen Eltern ein paar Youtube-Videos zu Schnittmaßnahmen für die unterschiedlichen Bäume an: Feige, Birne, Säulenbäume um zu verstehen wo die Früchte wachsen. Das ist ja von Baum zu Baum unterschiedlich und man sollte deshalb auch z. B. die Blütenknospen von Blattknospen unterscheiden können …

Ich schnippelte vorsichtig an den jungen Bäumchen. 2 wilde Pfirsichbäume, 1 junger Birnbaum und 2 Säulenbäumchen waren schnell gemacht. Dann dünnten wir den Feigenbusch aus, nachdem wir in einem Video geshen hatten, wie radikal man da vorgehen kann.

Morgen sind die älteren Apfelbäume dran. Dieses Baumschnitt-Video der Baumschule Schneider fand ich übrigens ziemlich gut. Jetzt weiß ich auch mal, was Fruchtspieße sind …


Lichtdusche

Der Januar zieht sich, wie jedes Jahr … Ich verbringe meine Abende damit müde auf dem Sofa rumzuliegen. Die dunkle Jahreszeit macht mich einfach nur schlapp. Ich leide wohl schon massiv unter Vitamin D Mangel … 

Seit Sylvester ist es in Berlin durchgehend frostig und oft auch trüb, nicht gerade Parzellen-Wetter. Für heute allerdings war Sonne angesagt und wir verabredeten uns für 1-2 Stündchen im Garten. Uta hatte schon alles aufgebaut und die Decken bereit gelegt. Ich hatte eine Thermoskanne Tee dabei. Wir plauderten und genossen die Sonnenstrahlen. Herrlich! Auch ein paar Parzellanten waren in der Kollonie unterwegs und grüßten uns gut gelaunt. Viel zu schnell war die Sonne wieder weg und unsere Zehen waren Eisklumpen. 

Sobald der Frost nachläßt, wollen wir uns die Bäume vornehmen und die Rosen zurückschneiden. Die haben schon recht dicke Knospen. Ich freue mich sooooo auf den Frühling und die neue Saison, genieße aber auch diese faule Zeit.  


Niedliche Nager

Anfang der Woche bin ich mit einem alten Bekannten durch unseren Heimatort in der Pfalz spaziert. Wir drehten eine Runde übers Feld, am Bach vorbei und inspizierten ein paar Ecken die wir lange nicht mehr gesehen oder schon fast vergessen hatten. 

Wir tranken Tee aus der Thermoskanne und beobachteten die Enten im Erlenbach. Plötzlich zeigte mein Bekannter auf ein rattenartiges Tier im Wasser, es schwamm um die Enten wie ein Cowboy um seine Herde. Weitere 3 tummelten sich am Ufer bei der kleinen Brücke. 

Nach unserer Internetrecherche sind wir ziemlich sicher, daß es junge Nutrias waren. Etwas kurzsichtig und keineswegs scheu, ließen sie sich sogar füttern. Etwas weiter entfernt sahen wir später noch eine weitere Gruppe dieser Tierchen, die auch Biberratten oder Sumpfbiber genannt werden.

Wie ich jetzt gelesen habe vertragen Nutrias nicht gut harte Winter. Ich hoffe die Kleinen kuscheln sich in ihrer Höhle zusammen und retten sich über die ungewöhnlichen -10 Grad die es heute Nacht dort hat …

Nachtrag: Mein alter Schulfreund war mittlerweile noch ein paar mal dort und hat sich umgehört. Um die Population der ca. 30 !!! Nutrias am Erlenbach muss ich mir keine Sorgen machen. Die handzahmen Tierchen werden sogar jeden morgen von einem Anwohner gefüttert. 😉

  
 


Her mit dem Grünzeug! 

Schön, so ein Permakulturbalkon. Wenn ich nix zuhause habe schau ich was draußen gerade so essbares wächst. Ein paar robuste Salatsorten: Hirschhornwegerich, Löffelkraut und Rauke wachsen unbemerkt und ohne Pflege auch im Winter. Borretsch blüht sogar noch ab und an und es gibt auch mehrjährige Kräuter wie Pimbinelle, Sauerampfer und Schnittknoblauch. Dazu gibts heute die allerletzte, drinnen nachgereifte, Balkontomate. Mein Immunsystem freut sich!


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