Ausgrabung Teil II

Am Samstag ging es weiter mit der Renovierung unserer Gartenhütte. Wir haben die Küche ausgeräumt und den Fussboden freigelegt … Unter den Pressspanplatten und den 4 Schichten Linoleum kamen komplett verrottete Holzdielen zum Vorschein. An der Wetterseite unten ist die Hütte außerdem reparaturbedürftig. Da müssen 3-4 Bretter ausgetauscht werden …

Wir werden den Boden reparieren und danach die Wände nicht mehr so komplett mit Möbel zustellen. Nur das Nötigste kommt dann in die Küche: Kühlschrank, Arbeitsplatte und ein bisschen Stauraum für Töpfe und Geschirr. Die beiden Hängeschränke lassen wir. Die sind stabil angebracht und sehr praktisch.

Abgewaschen wird ab jetzt vor der Hütte. Die Spüle haben wir draussen unters Vordach gestellt … mit Holz drunter & Plane drüber, damit sie nicht so schnell verrottet. Ganz praktisch eigentlich so eine Aussenküche: Frischwasser kommt vom Gartenschlauch und das Abspühlwasser kommt danach direkt ins Gebüsch.

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Frühjahrsputz

Im Frühjahr bin ich oft extrem motiviert zu entrümpeln, und merke wie gut mir das tut. Klamotten, Küche, Keller, Gartenhütte. Es bieten sich genug Gelegenheiten …

Auch im Körper darf ab und zu entrümpelt werden z.B. mit einer Frühlingskur. Besonders praktisch, wenn man sich gerade da aufhält, wo der Bärlauch wächst. Ich war 1 Woche in der Pfalz und konnte den ersten frischen Bärlauch im Wald sammeln. Ich habe mich dermaßen auf diverse frische Wildkräuter gestürzt die jetzt überall aus der Erde sprießen … dass ich aus Versehen auch ein bißchen am giftigen Aronstab genascht habe.
Sehr unangenehme Erfahrung und gar nicht so ungefährlich, der Aronstab, (Giftpflanze des Jahres 2019!) verätzt die Schleimhäute … Den sollte man also nicht  wie ich mit Sauerampfer verwechseln oder aus Versehen mit dem Bärlauch einsammeln.

Seit Sonntag mache ich jetzt quasi eine Frischekur für die Darmflora. Bärlauch frisch aufs Brot, als Quark, als Bärlauchbutter, auf Spaghetti und in der Gemüsepfanne. 3x täglich mindestens. So lecker!


Wie die Archäologen …

Heute waren Uta und ich in der Gartenhütte, um uns um unseren Wasserschaden zu kümmern. Der Boden ist noch immer feucht und irgendwo gibt es auch seit letzter Saison ein Leck in der Leitung. Eine neue Lösung für die Küche muss her und bei der Gelegenheit können wir alten Kram loswerden und die Hütte ein wenig renovierten.

Wir nahmen Schicht für Schicht die Bodenbeläge raus und schauten, wie es darunter aussieht. Zuerst im Flur: Teppichbodenplatten, Linoleum, Zeitungen von 1963, angenagelte Pappplatten darunter unbehandelte Holzdielen, in ganz gutem Zustand. Dann in der Küche: Linoleum, sehr dicke Spanplatten, Linoleum … eine, zwei … nein drei !!! Schichten, dann wieder die angenagelten Pappplatten, Zeitung und Bingo: Holzdielen!

Wir entrümpeln jetzt demnächst die Küche komplett, legen den Boden frei und behandeln ihn. Dann wird die Küche richtig hübsch gemacht. 🙂

 


Milder Winter

Bis jetzt gabs noch keinen harten Frost in Berlin. Auf meinem Balkon, in der wärmsten Ecke, gibts sogar noch Kapuzinerkresse.

Kräuter und Wintergemüse wachsen ohne Pflegeaufwand so vor sich hin. Es ist nicht viel, aber für die kleine tägliche Vitaminzufuhr reicht es allemal: Kerbel, Ruccola, Mangold, Spinat, Grünkohl, Fenchel, Winterrettich, … und der Borretsch sprießt aus jeder Ecke.

ich freue mich dass es bald schon wieder los geht, reibe mir die Hände und mache Pläne für die neue Saison …


Ein harter Cut

Am letzten Freitag ab ca. 16:00 verabschiedete sich dieser Jahrhundertsommer. Ein kräftiger Wind fegte über Berlin und brachte Regen mit und einen Temperatursturz um ca. 10 Grad. Die letzten Stunden genoß ich auf der Terrasse, ein Stieglitz leistete mir Gesellschaft. Ausgiebig aß er sich an den Sonnenblumenkernen satt …

Auf der Terrasse gibt es noch diverses essbare Grünzeug: Grünkohl, Ruca, Rettich, Kerbel, Basilikum, Salbei, die letzten Tomaten … In freigewordende Töpfe und Säcke hab ich Bokashi zum vererden eingegraben und oben Spinat eingesät.


Mithelfen & lernen …

Ich war wieder auf dem Gemüse-Acker in Brandenburg und hab mit angepackt. Ich hab gelernt wie man Sauerkraut macht, Auberginenpflanzen köpft, Erde mit Lehm aufbereitet UND wie man richtig Äpfel pflückt!

Wir machen das bei uns im Panke-Garten immer so: Wir verarbeiteten das viele Obst, wenn es reif von den Bäumen fällt. Damit haben wir genug zu tun … Deswegen sind wir bis jetzt gar nicht hat auf die Idee gekommen die unbeschädigten reifen Äpfel auf Vorrat zu pflücken.

Auf der Streuobstwiese haben wir in 4 Kategorien sortiert:

1. vom Baum gepflückt, total unbeschädigt —> zum Einlagern

2. vom Baum gepflückt, kleine schadhafte Stelle —> für die Küche zum bald Verarbeiten

3. 1/3- 1/2 Apfel faul, —> fürs Wild im Wald

4. Faul —> Kompost

Im Panke-Garten hab ich diese Woche dann auch gepflückt und die schönsten Äpfel als Lageräpfel in der Hütte deponiert. Ich hoffe die Mäuse knabbern die jetzt nicht gleich an. 😉

 


Apfelsaft

Dieses Jahr gibts massenhaft Äpfel. Trotz Trockenheit sind sie auch noch ziemlich groß und schön gewachsen. Mein Apfelmus-Vorrat reicht mir mittlerweile. Jetzt hab ich mir von einem Freund zeigen lassen, wie man leckeren, haltbaren Apfelsaft macht.

Wir sammelten in seinem Garten eine Schubkarre Falläpfel und ein paar Birnen ein, säuberten sie und schnitten Faules und Madiges heraus.

Die Apfelstücke wurden zerkleinert und dann in der Obstpresse unter sehr viel Kraftaufwand ausgequetscht … Das hatte ich mir tatsächlich etwas einfacher vorgestellt. 😉

Danach wurden die ca. 8 Liter Saft auf 80 Grad erhitzt und in Flaschen abgefüllt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es wesentlich einfacher geht die Apfelstücke erst zu kochen (bei maximal 80 Grad) und danach den Saft herauszupressen. Wär doch einen Versuch wert …


Alle Jahre wieder …

… ertrinken wir in unserem Obst. Freunde und Bekannte werden aktiviert um mit uns die vielen Birnen und Äpfel zu versorgen. Die dicken Pflaumen waren megalecker. Ich habe Kiloweise Obst mit in den Urlaub genommen, Uta hat die Stellung gehalten und tapfer aufgesammelt, verschenkt und eingekocht.

Gestern kamen Bekannte vorbei, die sich richtig gefreut haben unser leckeres Obst verarbeiten zu dürfen. Birnenschnitze sind schon eingekocht, Apfelessig möchten sie ausprobieren und das Apfelmus fanden sie richtig lecker! Freut uns. Wir haben sooooo viele Äpfel dieses Jahr … Morgen kommt wieder Gartenbesuch um Birnen und Äpfel zu holen. Bei 31 Grad reift das auch so schnell, man kommt kaum hinterher …


Die ersten Tomaten :)

Dieses Jahr habe ich wieder einige Cocktailtomaten auf der Terrasse und davon sind jetzt die ersten erntereif: die murmelige, rote ‚Lady Aireen‘, unsere Lieblingstomate, und die gelbe ‚Golden Currant‘. Auch mein anderes Gemüse wächst ganz gut in diversen Mischkulturtöpfen: Pak Choi, Kartoffel, Kürbis, Grünkohl und Bohnen. Dazwischen gibts Ruccola und Asiasalat, Kräuter und Sonnenblumen.


Tomatenwetter

Es ist seit Wochen extrem trocken und warm in Berlin. Ein Drama für die Bauern in Ostdeutschland, vielerorts herrscht akute Waldbrandgefahr…

Für Tomaten allerdings ist das Wetter geradezu perfekt. Noch nie hatte ich so früh so schön gewachsene Pflanzen. Jetzt zeigt sich schon die erste rote Kirschtomate. Absoluter Rekord.

Ich dünge auf dem Balkon jetzt regelmäßig mit stark verdünntem Bokashisaft und habe in den Pflanzsäcken und Gemüsetöpfen ein wenig mit Terra Preta experimentiert. Kräuter und Gemüse (Pak Choi, Kürbis, Taschenmelone, Ruccola, Basilikum, Grünkohl, Asiasalat, Puffbohnen, Schnittkohl, Kerbel, Koreander) wachsen extrem gut und sehen sehr gesund aus. Das macht richtig Spaß unter diesen Bedingungen!


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