Mittsommernachtskerze

Jetzt ist Sommer und die Nächte sind kurz. Erst um 21:33 geht morgen die Sonne unter, an Mittsommer, dem offiziellen Sommeranfang. 

Heute Abend war auch schon gut. 28-30 Grad war es in der Stadt. Nach der grössten Mittagshitze sind wir rüber gefahren, in unseren schattigen Garten. Ich pflanzte vorgezogenen Radicchio, Rosenkohl, Grünkohl, Salat und Pak Choi in Blumentöpfe. Danach hatte ich einen kleinen Schnippelanfall und nahm mir unser Sichtschutz-Gebüsch am Zaun vor. Ich kürzte die wilden Rosentriebe und die Tujas am Zaun. Seit Wochen blühen bei uns die Rosen am Rosenbogen. Hier gab es dann auch noch ein paar Zweige hochzubinden und abzuschneiden, damit sich kein Passant verletzt.

Gegen Abend ist mir dann die erste Blüte an der Nachtkerze aufgefallen. Erst seit Montag, wissen wir überhaupt, dass wir Nachtkerzen im Garten haben, eine Freundin hat sie erkannt. Im ersten Jahr sind sie Pflanzen sehr unscheinbar und wachsen als Rosette am Boden. Coolerweise, haben wir sie letztes Jahr nicht aus Unwissenheit rausgerupft. Jetzt haben wir wunderschöne Heilpflanzen im Garten. Blätter, Blüten, Wurzel … alles an der Pflanze ist genießbar, doch am wertvollsten sind wohl die Samen mit dem wertvollen Nachtkerzenöl.

Wir saßen noch ein Weilchen bei Salat und Wein als Mosh neben der Hütte etwas rascheln hörte. Wir gingen nochmal ums Haus und sahen das Tier. Es war höchst warscheinlich ein Waschbär. 

Zu guter Letzt machte ich noch meinen abendlichen Schnecken-Rundgang an den Hochbeeten mit der Taschenlampe. ich sammelte die vorwitzigen Schnecken von unserem Gemüse und warf sie vom Grundstück. 


Garten-Zen

Heute war ein wunderbar enspannter Gartentag. Uta hat für uns die Slackline im Garten gespannt. Bei herrlichem Wetter haben wir im Garten rumgeturnt, Balanceübungen gemacht und uns Übungen gezeigt: Tisch, Brett, Rad, Kerze … Über uns flatterten immer wieder die Gartenrotschwänze ins Vogelhäuschen im Birnbaum. Es war überhaupt ein unglaubliches hin und her geflattere heute: ein Spatzenschwarm, die Meisenfamilie, diverse Amseln … sausten hier ständig durchs Bermuda-Dreieck zwischen unserem Birnbaum, dem Süßkirschbaum gegenüber und dem Futterhäuschen in  Nachbargarten. Eine wahre Freude!


Grüne Früchtchen

Gut einen Monat nach der Obstblüte hängen unsere Obstbäume schon voller kleiner Früchte. Birnen und Äpfel wird es in diesem Jahr wieder ausreichend geben. Bei den Pflaumen und Kirschen sieht es überschaubar aus. Johannisbeeren, Erdbeeren und Himbeeren sind in ein paar Wochen schon soweit. Ich kanns es kaum abwarten mich durch den Garten zu naschen!

  


Erst mal gießen …

Morgens und abends kontrolliere ich meine Blumentöpfe, Joghurtbecher, Dosen und Pflanzsäcke und schau daß nix vertrocknet. Bei 28 Grad in Berlin kann ich gerade zusehen wie’s wächst. Die Terasse ist schon üppig begrünt. Erbsen stehen momentan bei 80 cm, Spinat kann geerntet werden, Salbei und Schnittlauch blühen. In vielen Töpfen wächst Borretsch mit, da können sich die Hummeln jetzt schon drauf freuen! Bei den Tomaten liegt die ‚Schönhagener Frühe‘ eindeutig vorne, der Rest meiner ‚Vorgezogenen ‚ sind noch ein wenig mikrig, aber das wird schon noch. 😉


Der Pankefuchs

Heute war ich 2x im Garten. Morgens wurde der Stromzähler ausgetauscht, und Abends kam Uta und wir schnitten den Monillabefall aus dem Sauerkirschbaum. Wir sägten großzügig 2 Spitzen ab, um den kranken Ast zu entlasten. Jetzt kommen wir mit der Leiter auch überall gut ran. Der Baum sieht wieder okay aus und ein paar Kirschen wird es wohl auch geben in diesem Jahr.

Die Hochbeete sind jetzt alle bestückt mit Tomaten, Gurken, Paprika, Melonen und Kürbissen. Dazwischen gibts noch ein paar Erdbeeren und Blumen. Die alten Hochbeete hab ich heute auch auf Vordermann gebracht und Bohnen eingesät.

Am Abend, so gegen 20:00 war ich hinterm Haus an dem alten Hochbeet zugange. Die Elstern machten einen Riesenrabatz. Ich ignorierte das ein Weilchen, dann wurde ich neugierig. Ich drehte mich um und sah den Pankefuchs am Zaun, wie er mich beobachtete … Sein abendlicher Rundgang führt durch unseren Garten und er wartete wohl, dass ich endlich fertig wurde damit er  seinen üblichen Weg: durch das Loch in unserem Zaun, zwischen Hochbeet und Kompost in Nachbers Garten, seinen Streifzug fortsetzen konnte. Cool, dass ich mein Handy in der Tasche hatte und einen Schnappschuss machen konnte.


Baum krank …

Unser Sauerkirschbaum ist seit Jahren schon krank und immer auch von Monilla befallen. Dieses Jahr sieht es besonders schlimm aus. Ich glaube wir müssen den kaputten Seitenast komplett entfernen und hoffen, dass der Rest des Baumes sich etwas erholt. Einen Eimer Kompost habe ich als Medizin auf der Baumscheibe verteilt … Hoffe, das gibt ihm Kraft. Kirschen sehe ich kaum am Baum … Schade.

Uta und ich haben heute das letzte Drittel des Pergola-Hochbeets gefüllt und beflanzt: Tomaten, Gurken, Kürbis, Zwiebeln, Taschenmelone, Kap-Ringelblumen, Cosmea … Schön bunt durcheinander und dazwischen noch Basilikum eingesät.

Als wir dann gemütlich in der Hollywoodschaukel saßen und plauderten, konnten wir ein Gartenrotschwanzpärchen beobachten. Es wohnt bei uns im Birnbaumvogelhaus. Voll schön!☺️


Nach dem Frost

Mitte der Woche gabs in ganz Deutschland überraschend Frost und wer nicht vorgesorgt hat, hat jetzt den Schaden … In der Pfalz, wo ich mich gerade aufhalte, war durch die Wärme im Frühling ( ein WE 27 Grad) schon vieles sehr weit entwickelt. Aprikosenbäume, Weinstöcke, Walnuss- und Feigenbäume hat der Frost erwischt. Unsere Mirabellen, Kirschen und Birnen sind betroffen. Die vielen hübschen Sternmagnolien meiner Freundin die mit ihren riesigen Knospen kurz vor der Blüte standen und die Hortensien sehen schlimm aus… alles kaputt. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie hoch der Schaden bei den Wein-und Obstbauern wirklich war. Ich hoffe in Berlin war es nicht ganz so schlimm und unsere Obstbäume haben das weggesteckt.

aprilfrost

Frostgeschädigte Tulpe, erfrorene Samthortensie, erschrockener Salat und blühender Grünkohl, am Weinstock 90 Prozent erfroren, Magnolie kaputt, Birnchen teilweise betroffen, Johannisbeeren sehen gut aus, geschädigte Walnussbäume auf dem Feld


Tulpenparadies

Am Wochenende war es herrlich warm in Berlin. Wir trafen uns zu Kaffee und Kuchen, Sekt und Cidre, Nudelsalat und Linsenköfte und schlemmten auf unserer neuen, gemütlichen Terasse. Die neue Aussicht kam auch bei unseren Gästen gut an. Zur Zeit blühen sehr viele gelbe Tulpen und machen richtig was her!  


Endlich freie Sicht

Heute haben Uta und ich die Pergola umgebaut. Die Querlatten bis auf 1,40m  haben uns immer die Sicht in den Garten versperrt, sodass wir mit unseren Gästen lieber auf dem Rasen saßen. Die Hollywoodschaukel auf der Terasse ist zwar nach wie vor beliebt, wurde aber immer weniger genutzt.

Wir schraubten die oberen Sichtschutz-Latten ab und nutzen sie für eine coole Hochbeet-Konstruktion. Für die Pfosten zersägten wir alte Vierkanthölzer die noch hinter der Hütte lagerten und Restholz-Latten als Verbindungstücke. Auch ein paar Sitzgelegenheiten wurden geschaffen. Ein Brett dient als schmale Bank, in der Ecke bei der Rose ist ein gemütliches Plätzchen mit Rückenlehne und es gibt sogar einen kleinen eingebauten Tisch. Die Hollywoodschaukel haben wir gedreht. Jetzt schaut sie nach Westen in den Garten, auf die vielen blühenden Tulpen und den Sonnenuntergang. Wir sind total stolz auf unser Werk und haben für morgen gleich Gäste eingeladen.

Die Hochbeete werden wir mit Folie auskleiden und ordentlich mit Baumschnittholz füllen. Wenn das Beet fertig ist haben wir richtig viel Platz für Tomaten und die vielen Rankpflanzen die ich gerade vorziehe: BabymeloneSweetPotatoKürbis, Mexikanische Zwerggürkchen, und Cyclanthere.


Austernseitling und Shitake

Seit letztem Jahr interessiere ich mich für den Anbau von Speisepilzen und habe auch schon einiges ausprobiert. Das Pilzpaket, Rosenseitlinge auf Kaffesatz, mit Austernseitlingn beimpfte Buchenstämme im Garten … Die Erfolge waren so mäßig und ich hatte schon fast wieder die Lust verloren.

Nun hatte ich am Wochenende die Gelegenheit bei einem Kurs zum Anbau von Speisepilzen bei Sylvia Hutter mitzumachen. Der fand coolerweise beim Ortsangelverein in Werder an der Havel statt und ich konnte bequem mit der Regionalbahn anreisen.

Wir lernten grundsätzlich viel über Pilze und im speziellen einiges über Austernseitlinge und Shitake, die sich wohl am einfachsten zuhause anbauen lassen. Dazu haben wir Buchenstämme und Eichenstämme mit, von Pilzmycel durchwachsenen, Holzdübeln beimpft. Die Stämme sind in Folie verpackt und werden jetzt 2-3 Monate gelagert, bis sie mit dem Pilz durchwachsen sind. Danach kann man die Fruchtkörper wachsen lassen und bis zu 1/3 des Holzgewichts an Pilzen ernten.

Wir lernten wie man Pilzmycel vermehrt und wie man aus einem kleinen Stück Pilz auf einer Petrischale das Mycel wachsen lässt. Dazu müssen sehr viele Regeln für sauberes arbeiten beachtet werden, sonst sind die Schalen kontaminiert mit Hefen, Schimmel oder Bakterien.

Wesentlich schneller und einfacher ist es am Anfang mit Pilzbrut beimpfte Holzdübel online zu bestellen. Falls kein passendes Holz zur Hand ist, kann man Pilze auch auf Stroh, Roggen, oder Kaffesatz züchten.

Das alles war superinteressant und alle Kursteilnehmer waren voller Vorfreude das alles Zuhause auszuprobieren. Ich freue mich jetzt auf meine ersten eigenen Shitakepilze irgendwann im Sommer …


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