Milder Winter

Bis jetzt gabs noch keinen harten Frost in Berlin. Auf meinem Balkon, in der wärmsten Ecke, gibts sogar noch Kapuzinerkresse.

Kräuter und Wintergemüse wachsen ohne Pflegeaufwand so vor sich hin. Es ist nicht viel, aber für die kleine tägliche Vitaminzufuhr reicht es allemal: Kerbel, Ruccola, Mangold, Spinat, Grünkohl, Fenchel, Winterrettich, … und der Borretsch sprießt aus jeder Ecke.

ich freue mich dass es bald schon wieder los geht, reibe mir die Hände und mache Pläne für die neue Saison …

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Ein harter Cut

Am letzten Freitag ab ca. 16:00 verabschiedete sich dieser Jahrhundertsommer. Ein kräftiger Wind fegte über Berlin und brachte Regen mit und einen Temperatursturz um ca. 10 Grad. Die letzten Stunden genoß ich auf der Terrasse, ein Stieglitz leistete mir Gesellschaft. Ausgiebig aß er sich an den Sonnenblumenkernen satt …

Auf der Terrasse gibt es noch diverses essbare Grünzeug: Grünkohl, Ruca, Rettich, Kerbel, Basilikum, Salbei, die letzten Tomaten … In freigewordende Töpfe und Säcke hab ich Bokashi zum vererden eingegraben und oben Spinat eingesät.


Mithelfen & lernen …

Ich war wieder auf dem Gemüse-Acker in Brandenburg und hab mit angepackt. Ich hab gelernt wie man Sauerkraut macht, Auberginenpflanzen köpft, Erde mit Lehm aufbereitet UND wie man richtig Äpfel pflückt!

Wir machen das bei uns im Panke-Garten immer so: Wir verarbeiteten das viele Obst, wenn es reif von den Bäumen fällt. Damit haben wir genug zu tun … Deswegen sind wir bis jetzt gar nicht hat auf die Idee gekommen die unbeschädigten reifen Äpfel auf Vorrat zu pflücken.

Auf der Streuobstwiese haben wir in 4 Kategorien sortiert:

1. vom Baum gepflückt, total unbeschädigt —> zum Einlagern

2. vom Baum gepflückt, kleine schadhafte Stelle —> für die Küche zum bald Verarbeiten

3. 1/3- 1/2 Apfel faul, —> fürs Wild im Wald

4. Faul —> Kompost

Im Panke-Garten hab ich diese Woche dann auch gepflückt und die schönsten Äpfel als Lageräpfel in der Hütte deponiert. Ich hoffe die Mäuse knabbern die jetzt nicht gleich an. 😉

 


Apfelsaft

Dieses Jahr gibts massenhaft Äpfel. Trotz Trockenheit sind sie auch noch ziemlich groß und schön gewachsen. Mein Apfelmus-Vorrat reicht mir mittlerweile. Jetzt hab ich mir von einem Freund zeigen lassen, wie man leckeren, haltbaren Apfelsaft macht.

Wir sammelten in seinem Garten eine Schubkarre Falläpfel und ein paar Birnen ein, säuberten sie und schnitten Faules und Madiges heraus.

Die Apfelstücke wurden zerkleinert und dann in der Obstpresse unter sehr viel Kraftaufwand ausgequetscht … Das hatte ich mir tatsächlich etwas einfacher vorgestellt. 😉

Danach wurden die ca. 8 Liter Saft auf 80 Grad erhitzt und in Flaschen abgefüllt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es wesentlich einfacher geht die Apfelstücke erst zu kochen (bei maximal 80 Grad) und danach den Saft herauszupressen. Wär doch einen Versuch wert …


Alle Jahre wieder …

… ertrinken wir in unserem Obst. Freunde und Bekannte werden aktiviert um mit uns die vielen Birnen und Äpfel zu versorgen. Die dicken Pflaumen waren megalecker. Ich habe Kiloweise Obst mit in den Urlaub genommen, Uta hat die Stellung gehalten und tapfer aufgesammelt, verschenkt und eingekocht.

Gestern kamen Bekannte vorbei, die sich richtig gefreut haben unser leckeres Obst verarbeiten zu dürfen. Birnenschnitze sind schon eingekocht, Apfelessig möchten sie ausprobieren und das Apfelmus fanden sie richtig lecker! Freut uns. Wir haben sooooo viele Äpfel dieses Jahr … Morgen kommt wieder Gartenbesuch um Birnen und Äpfel zu holen. Bei 31 Grad reift das auch so schnell, man kommt kaum hinterher …


Die ersten Tomaten :)

Dieses Jahr habe ich wieder einige Cocktailtomaten auf der Terrasse und davon sind jetzt die ersten erntereif: die murmelige, rote ‚Lady Aireen‘, unsere Lieblingstomate, und die gelbe ‚Golden Currant‘. Auch mein anderes Gemüse wächst ganz gut in diversen Mischkulturtöpfen: Pak Choi, Kartoffel, Kürbis, Grünkohl und Bohnen. Dazwischen gibts Ruccola und Asiasalat, Kräuter und Sonnenblumen.


Tomatenwetter

Es ist seit Wochen extrem trocken und warm in Berlin. Ein Drama für die Bauern in Ostdeutschland, vielerorts herrscht akute Waldbrandgefahr…

Für Tomaten allerdings ist das Wetter geradezu perfekt. Noch nie hatte ich so früh so schön gewachsene Pflanzen. Jetzt zeigt sich schon die erste rote Kirschtomate. Absoluter Rekord.

Ich dünge auf dem Balkon jetzt regelmäßig mit stark verdünntem Bokashisaft und habe in den Pflanzsäcken und Gemüsetöpfen ein wenig mit Terra Preta experimentiert. Kräuter und Gemüse (Pak Choi, Kürbis, Taschenmelone, Ruccola, Basilikum, Grünkohl, Asiasalat, Puffbohnen, Schnittkohl, Kerbel, Koreander) wachsen extrem gut und sehen sehr gesund aus. Das macht richtig Spaß unter diesen Bedingungen!


Irgendwas mit Grünzeug …

Die Sehnsucht nach sinnvoller Arbeit und der Betätigung an der freien Natur hat mich vor kurzem ins südliche Mecklenburg Vorpommern verschlagen, in den Wangeliner Garten, 10 km von Plau am See.

Ich lernte viele Pflanzen im Schaugarten kennen, half mit, den Garten im Frühling wieder in Schuß zu bringen, lernte wie man Terra Preta und Bokashi herstellt und kümmerte mich um die schneckenvertilgenden Laufenten.

Nebenan bei der europäischen Bildungsstätte für Lehmbau konnte ich diverse Lehmbautechniken kennen lernen und vieles erfahren über die hier stattfindenden Seminare und Workcamps.

Zur Unterhaltung gabs Kinoabende und Yoga im Seminarhaus und leckeren, selbst gebackene Kuchen und Gartensalate im Cafe.

Die Ruhe auf dem Land tat mir gut. (Von wegen Ruhe … , die Nachtigallen bzw die Sprosser sangen Tag und Nacht)

Anpacken kann man hier fast überall. Helfende Hände werden immer gebraucht. Zur Zeit werden WOOFER für die Sommersaison und ein Biokoch für die Seminare und Workcamps gesucht.


Frisches Gemüse für Berlin

Wo kommt das Biogemüse her, was ich kaufe? Im Idealfall aus dem Umland von Berlin.

50 km südlich von Berlin konnte ich, mit einer Freundin zusammen, einem jungen Gemüsegärtner und Selbstversorger beim Aufbau seines ‚Marketgardens‘ über die Schulter schauen und ein wenig mitarbeiten und lernen. Als Lohn gabs den leckersten und frischesten Salat aus Ruccola, Spinat, Koriander, Ysop und den überwinterten Wurzelgemüsen, selbst gebackenes Brot und frische Hühnereier.

Beeindruckend, was seit Beginn des Projekts im Januar hier alles passiert ist. Der Acker ist dicht bewachsen mit Quecke und Distel. Mit Folie, die für Selbstabholer bei Bauern umsonst zu haben ist, wurden die Flächen abgedeckt um die ‚Unkräuter‘ auszuhungern. Auch Effektive Mikroorganismen kommen hier zum Einsatz, damit das mikrobiologische Klima des Bodens gleich positiv beeinflußt wird.

Das Gerüst des Folientunnels wurde bei Erwerb selber abgebaut und hier vor Ort aufgebaut. Es ist noch einiges an Arbeit, bis die vorgezogenen Tomaten hier einziehen können … und die Zeit drängt.

Die vorhandenen Gemüsereihen unter Fließ und Folie sind schon teilweise zu beernten. Salat und Kräuter werden wöchentlich nach Berlin verkauft. Alles wächst hier wunderbar, nur bei Disteln und Quecken, die immer wieder durchkommen, muß man wachsam sein und rechtzeitig ausstechen.

Wir halfen bei der Bodenlockerung mit der ‚Doppelten Grabegabel‘, die sehr bequem und ergonomisch anzuwenden ist. Anders als beim Umgraben bleibt das Bodenökosystem ungestört, es wird nur etwas belüftet und gelockert damit eingepflanzt werden kann.

Mit einer speziellen Hacke und der Radhacke werden die Gemüsereihen von den Unkräutern freigehalten und anschließend gemulcht. Da konnten wir auch gut helfen indem wir die Erdbeeren von Unkräutern befreiten und mit feinem Stroh den Boden bedeckten. Für die Erbsen zogen wir noch ein paar Schnüre als Kletterhilfe und halfen beim wässern der Tunnelbeete.

Das hat richtig viel Spaß gemacht da draußen in der Natur zu sein, mit der absoluten Ruhe, der frischen Luft … wir werden öfter helfen, denn für uns ist das ein kleiner erholsamer Landurlaub!


Gespinstmottenalarm

Am Pankeradweg, nicht mal hundert Meter von unserem Garten entfernt, habe ich letzes Jahr völlig kahlgefressen kleine Bäume entdeckt. Gespinnstmottennester waren überall und in den spinnennetzartigen Gewebe konnte man bald die vielen Raupen erkennen.

Dieses Jahr sind noch mehr Büsche und Bäume befallen. Spaziergänger bleiben davor stehen und gruseln sich … es sieht auch wirklich besonders eklig aus, wenn die dicken Raupen in Gespinnstsäcken an den eingesponnenen halbtoten Bäumen hängen.

Im Garten sind mir auch schon ein paar abgefressene Ligustersetzlinge aufgefallen, deshalb habe ich heute die Hecke kontrolliert und tatsächlich ein noch relativ junges Gespinnstmottennest gefunden und entfernt.


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